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VerBLENDEndes, ISOmetrisches, ZEITmanagement

Was soll diese Überschrift?

Wer genauer hinsieht, der wird feststellen, dass ich heute über die drei wichtigsten Einstellgrößen in der Fotografie schreibe. Richtig, es geht um die Blende, die Iso und die Verschlusszeit. Ich möchte versuchen Ihnen diese Drei, die untrennbar miteinander in Beziehung stehen, begreiflicher zu machen.

Hinten in Ihrer Kamera befindet sich ein lichtempfindliches Teil, der Sensor. In älteren Kameras befindet sich dort ein lichtempfindlicher Film, was für diese Erklärung aber keinen Unterschied macht. Also alle, die mit Film fotografieren, dürfen gerne weiterlesen.

Dieser Sensor möchte korrekt belichtet werden. Ich vergleiche ihn an dieser Stelle einmal mit einer Kaffeetasse, die korrekt befüllt werden möchte. Es soll nicht zu viel aber auch nicht zu wenig Kaffee eingefüllt werden. Um dies zu tun, kann ich eine Kaffeekanne nehmen, aus der ich die Tasse befülle. Nehme ich nun zwei Kannen gleichzeitig, und lasse alle anderen Parameter gleich, läuft die Tasse zwangsläufig über. Ich gieße ja mit der gleichen Intensität und mit der gleichen Zeit den Kaffee in die Tasse. Die Menge des Kaffeeflusses hat sich allerdings vergrößert. So funktioniert auch die Blende in der Kamera. Sie regelt die Menge des Lichtes, das auf den Sensor fällt. Mache ich die Blendenöffnung größer, fällt mehr Licht (fließt mehr Kaffee) auf den Sensor (in die Tasse) und umgekehrt.

Um also die Tasse weiterhin korrekt zu befüllen, muss ich etwas ändern, denn ich möchte schließlich keine Sauerei auf meiner neuen Tischdecke haben. Als einfachste Lösung fällt mir ein, nur noch die Hälfte der Zeit Kaffee einzufüllen. Dies wäre mit der Verschlusszeit vergleichbar. Die letzte Möglichkeit ist, die auslaufende Menge aus jeder Kanne zu reduzieren. Also die Stärke des Kaffeestrahles. Dies kann man mit der ISO vergleichen, oder für die, die noch Film nutzen, mit der ASA.
Sie sehen, diese drei Werte sind fest miteinander verbunden und wenn Sie Einen verändern müssen Sie mit einem Anderen oder beiden Anderen gegensteuern.

Schöne wäre es, wenn dies schon alles wäre. Sie ahnen es, dies ist leider noch nicht alles. Jeder dieser Einstellungen hat noch mindestens einen weiteren Einfluss auf Ihr Foto.
Die Blende ist zum Beispiel verantwortlich für den Schärfebereich in Ihrem Foto. Wenn Sie viel scharf haben möchten, dann benötigen Sie kleine Blendenöffnung (große Blendenzahl) und wenn Sie nur einen kleinen Teil scharf haben möchten, dann benötigen Sie eine große Blendenöffnung (kleine Blendenzahl). An dieser Stelle spielt auch noch die Brennweite, Sensorgröße und Motivabstand eine Rolle. Dies zu erklären würde allerdings hier zu weit gehen.
Die Verschlusszeit ist ebenfalls für die Wirkung des Fotos verantwortlich. Sie friert bei schneller Verschlusszeit die fotografierten Objekte ein bzw. lässt sie bei langer Verschlusszeit verschwimmen. Ebenso kann ich damit die Wirkung von Fotos mit Blitzlicht beeinflussen. Dies zu erklären. Ja, Sie ahnen es – geht hier zu weit.
Die ISO Einstellung, also die Empfindlichkeit des Sensors gegenüber Licht, hat die geringsten Einwirkungen auf Ihr Foto – aber dennoch welche. Bei einer hohen Empfindlichkeit werden Flächen im Foto „unruhig“. Man spricht hierbei vom Rauschen. Je höher die Empfindlichkeit, desto höher das Rauschen. Als weitere negative Eigenschaft verringert sich der Kontrastumfang des Fotos.

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